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Zentrales Vorhaben: Nachhaltige und proaktive Landschaftsentwicklung

Die Gemeinde ist in einen attraktiven Landschaftsraum eingebunden mit wichtiger naturräumlicher Bedeutung einerseits und mit  Bedeutung für Erholung und Freizeit andererseits. Angesichts des anhaltenden Siedlungsdrucks aber v.a.

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Zentrales Vorhaben Mahlow Nord - Quartier der Zukunft

Das Gebiet Mahlow Nord stellt die größte städtebauliche Entwicklungsreserve mit Eignung für Wohnungsneubau im Gemeindegebiet dar, sofern die Nordschleife (Nachflugroute) nicht umgesetzt wird. Hier böte sich die langfristige Perspektive, ein nachhaltiges, grünes und gemischtes Quartier mit vielfältigen Wohnungsangeboten, mit diversen sozialen Infrastrukturangeboten und mit Modellcharakter zu schaffen.

Erfahren Sie mehr zu diesem zentralen Vorhaben hier:

Das möchten wir von Ihnen wissen:

  • Wie wichtig ist dieses zentrale Vorhaben aus Ihrer Sicht für die Gesamtentwicklung der Gemeinde?
  • Welche Zielsetzungen sind Ihnen in diesem Zentralen Vorhaben besonders wichtig?
  • Welche Maßnahmen und Projekte sollten hier in den kommenden Jahren im Fokus der Gemeindeentwicklung stehen (Schlüsselprojekte)?

Wir freuen uns über ihre Kommentare und Hinweise!

Kommentare

Wie bereits durch die GP Planwerk GmbH dargestellt, handelt es sich mit Mahlow-Nord um die größte städtebauliche Entwicklungsreserve. Als Anwohnerin des direkt daran angrenzenden Ortsteils Roter Dudel befürworte ich die Bebauung des Gebietes Mahlow-Nord sowie die Errichtung eines zusätzlichen S-Bahn Haltes. Ausschlaggebend dafür ist einerseits der wachsende Bedarf an Wohnraum als beliebte Wohngegend zur Metropolregion Berlin/Brandenburg als auch der Bedarf an zusätzlichem Wohnraum durch die Inbetriebnahme des BER und weiterer infrastruktureller Großprojekte (bspw. Gigafactory). Blankenfelde-Mahlow ist durch die Nähe zur Stadt Berlin aber auch Potsdam als Wohngegend äußerst attraktiv und bietet derzeit noch genügend Potential an Freiflächen zur Bebauung verschiedener Wohnformen, ohne dabei seinen grünen Charakter zu verlieren. Im Zuge der Bebauung Mahlow-Nords wäre es mMn unabdingbar, einen zusätzlichen S-Bahn Halt in diesem Gebiet zu errichten, der auch aktuell schon fehlt. Derzeit greift meiner Beobachtung und meiner Kenntnis nach die Mehrheit der Einwohner Waldblicks sowie des Roten Dudels auf eine PKW-Nutzung zurück, anstatt im Sinne des Umweltschutzes und weiterer positiver Faktoren den ÖPNV zu nutzen. Dies liegt vor allem an den fußläufig relativ weiten Strecken zu den S-Bahnhöfen Mahlow sowie S Lichtenrade. Im Ortsteil Roter Dudel existiert darüberhinaus keine Bushaltestelle, was insbesondere ältere und generell immobil bzw. in ihrer Beweglichkeit eingeschränkte Personen aber auch Schulkinder benachteiligt.
Besonders relevant in diesem zentralen Vorhaben sind also die Errichtung zusätzlicher ÖPNV Angebote - vorrangig der Ausbau eines zusätzlichen S-Bahn-Haltes, um die große Lücke zwischen S Lichtenrade und S Mahlow zu schließen, aber auch die Erhaltung des grünen Charakters inmitten der Neubebauung. Hierbei liese sich auf Parkanlagen innerhalb des Wohnungsneubaus zurückzugreifen. Dies schafft zudem einen attraktiven Charakter für das generelle Ortsbild.
Da derzeit bereits Baumaßnahmen im Zuge des Ausbaus der Dresdner Bahn stattfinden, könnten die hier entstanden Teerflächen bereits genutzt und ausgebaut werden.

Da kann ich Ihnen nur vollumfänglich zustimmen. Der Mahlower Norden ist aktuell mit ÖPNV sehr schlecht angebunden. Zudem würde eine Bebauung eventuell auch neue Einkaufsmöglichkeiten bieten. Meine Mutter ist bereits über 80 und hat keine Möglichkeit selbstverständig einkaufen zu gehen oder Arztbesuche wahrzunehmen, da selbst eine Busanbindung fehlt. Ich finde die Idee der zusätzlichen Parkanlagen auch sehr charmant, da ein gut gestalteter Park im Vergleich zu einem Acker auch einen wesentlichen Mehrwert für die Insekten bieten kann.

Meine Familie und ich wohnen in Waldblick und wir würden einem Quartier der Zukunft in Mahlow Nord sehr positiv gegenüberstehen. Die Felder in Mahlow Nord bieten riseiges Potenzial zur Schaffung neuer Infrastruktur, sowie Wohn und Erholungsmöglichkeiten.

Als wichtige Punkte erachte ich hier die Errichtung einer S-Bahn Station, Schaffung von Schulen/Kitas etc. und die Entwicklung von Grünflächen als Erholungsmöglichkeit.

Die gesamte Fläche muss zusammenhängend geplant werden und die Interessen der Gemeinde und Einwohner sicher zu stellen. erst danach der B-Plan erstellt oder Baugenehmigungen erteilt werden. Es gibt sonst ein hohes Risiko des Verlustes der Projektsteuerung.

Genau, aber dennoch sollte mit der Planung mal begonnen werden. Es gab bereits einen Plan aus dem Jahr 2012, dass sind mittlerweile 9 Jahre und nichts hat sich seither getan. Manche Themen werden einfach zu Tode diskutiert oder niemand wagt sich ran weil es kompliziert sein könnte verschiedene Interessen unter einen Hut zu bringen.

Vor allem im Rahmen der Bauarbeiten der Dresdner Bahn, muss die gesamte Gemeinde besser angebunden werden. Ein Schnellbus zur U6 (Alt-Mariendorf) von Blankenfelde über Mahlow (Lückefeld und/oder Bahnhof), bis zum südlichen Ende Berlins, wie er während des SEV schon vorhanden war (nur etwas zuverlässiger, im 10-15 Minutentakt wenigstens während der Stoßzeiten), wäre eine gute Ergänzung für Pendler. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Region weiter wachsen wird.

Das Vorhaben Mahlow Nord stellt aus meiner Sicht auch einen der wichtigsten Grundpfeiler für die Entwicklung der Gemeinde dar.

Das Gebiet hat durch die Nähe zur Bahnstrecke bereits optimale Bedingungen für einen Anschluss an das S-Bahn Netz wodurch kein aufwendiger Streckenausbau benötigt wird. Zusätzliche würde sich dadurch die große Haltestellenlücke zwischen Lichtenrade und Mahlow schließen, was nicht zuletzt für die Bürger von Waldblick und dem Roten Dudel von großer Bedeutung wäre. Im Roten Dudel ist beispielsweise nicht einmal eine Busanbindung gegeben, wodurch gerade ältere Menschen mit Bewegungseinschränkungen und ohne Auto stark benachteiligt werden.

Neben dem Anschluss an das S-Bahnnetz bietet Mahlow Nord ein riesiges Potenzial, zentrumsnahe weitere Infrastruktur wie Schulen, Kitas oder Altenheime bereitzustellen, sodass für die Personen, die diese Einrichtungen nutzen müssen, eine gute Anbindung (potenziell sogar per S-Bahn) zu den größten Wohngebieten in der Nähe des Mahlower Zentrums besteht. Gerade für Schulkinder oder Senioren ist diese Anbindung von großer Bedeutung.

Die Fläche Mahlow Nord stellt aber auch ohne S-Bahn-Anbindung durch die attraktive Lage zum Arbeits- und Wirtschaftsstandort Berlin und die bereits vorhandene Anbindung an die L76 eine der wertvollsten Flächen für die Gemeinde dar. Eine Bebauung mit Einfamilienhäusern oder Doppelhäusern in Verbindung mit großzügigen Grünflächen wie Parkanlagen bietet die Möglichkeit, verantwortungsvoll unter dem Gesichtspunkt "groß Grün" zu wachsen. Aktuell ist die Fläche rein landwirtschaftlich genutzt und liegt somit zum Großteil des Jahres brach, dadurch bietet die Entwicklung des Gebiets auch die Gelegenheit, neue grüne Erholungsflächen für die Gemeindebürger zu schaffen.

Als Anwohnerin (Waldblick) spreche ich mich ganz klar für den Ausbau der Region Mahlow-Nord aus. Die großen Felder bieten ein riesiges Potenzial für die Gesamtentwicklung der Gemeinde und könnten künftig weitaus sinnvoller genutzt werden als bisher. Dies ist schon lange bekannt und wir freuen uns sehr, dass nun langsam Bewegung in dieses Thema kommt. Vielen Dank auch für die Möglichkeit hier Feedback geben zu können. Dies ist nicht selbstverständlich und zeigt erneut, dass den Anwohnern der Gemeinde zugehört wird.

Die Infrastruktur in Nord-Mahlow bedarf dringend einer Lückenschließung. Die Entfernung zwischen den Bahnhöfen Lichtenrade und Mahlow ist schlichtweg zu groß, weshalb viele Pendler weiterhin auf das Auto zurückgreifen. Ich bin mir sicher, dass viele Anwohner (und hier schließe ich mich selbst ein) sofort auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen würden, wenn es eine entsprechende Haltestelle in Mahlow-Nord gäbe. Dies würde es uns ermöglichen, das Motto „Groß Grün“ im Sinne des Schutzes unserer Umwelt im Alltag tatsächlich zu leben.

Neben des Ausbaus einer S-Bahnhof-Haltestelle spreche ich mich ebenfalls klar für die Entstehung neuer Kitas und Schulen aus. Mahlow-Nord liegt für viele Berlin-Pendler auf dem täglichen Weg zur Arbeit und stellt deshalb schon allein aus logistischer Sicht einen beinahe idealen Standort für Kitas und Schulen dar. Ganz abgesehen von den vielen verfügbaren Grünflächen, die durch entsprechende Einrichtungen absolut sinnvoll und zukunftsorientiert genutzt werden könnten, ohne sie komplett zu bebauen. Selbstverständlich soll auch der grüne Charakter der Gemeinde erhalten bleiben, beispielsweise durch attraktive Parkanlagen für die Naherholung.

Das sehe ich auch so, ein S-Bahn Halt und Kitas wären meiner Meinung nach die Themen mit höchster Priorität in Mahlow Nord. Die alternativlose Nutzung des privaten PKWs lässt sich aktuell für viele nicht mit dem Motto der grünen Gemeinde verbinden.

Das zentrales Vorhaben „Mahlow Nord - Quartier der Zukunft“ halte ich für die Gesamtentwicklung der Gemeinde für sehr wichtig, sinnvoll und absolut nötig.

Insbesondere die Herstellung eines S-Bahnhaltepunktes bringt viele (bekannte) Vorteile mit sich. Die Schließung der Lücke zwischen den bisherigen Bahnhöfen Lichtenrade und Mahlow würde für viele Bürger aller Altersklassen einen großen Nutzen bringen. Schüler, Berufstätige, Pendler, Senioren, Familien würden gleichermaßen von der verbesserten Infrastruktur profitieren und zudem noch die Umwelt entlasten, indem sie den PKW öfter mal stehen lassen. Das "Umdenken" zugunsten unserer Umwelt ist oft schon längst passiert, doch die Umsetzung wird dann natürlich erschwert, wenn man fast 3 km bis zum nächsten Bahnhof laufen muss. Insofern bin ich überzeugt, dass der Bahnhof in vielerlei Hinsicht große Vorteile mit sich bringen würde.

Aus meiner Sicht hat das Projekt Mahlow Nord die größte Priorität. Im Roten Dudel und wo wir wohnen, im Waldblick, gibt es faktisch keine Infrastruktur. Ein Auto ist leider unverzichtbar oder nur durch sehr großen Aufwand zu bewerkstelligen. Ich finde die Planungen fast perfekt, eine Ausweitung von EfHs sollte dabei eher eine Nebenrolle einnehmen. Seniorengerechtes Wohnen, Lebensmittelläden, Ärzte , Kitas und Schulen. Alles fussläufig oder mit dem Fahrrad und ganz wichtig, sicher erreichbar. Unsere Kinder beim Überqueren der 96 a zu beobachten macht mir Angst. Nicht der Kinder wegen aber die Raser die di Ampelkreuzungen überqueren, ohne Rücksichtnahme auf Verluste.
Liebe Hundebesitzer, nehmt es mir nicht übel aber die Felder sind für mich „nur eine Hundeklo“
Eine nachhaltige und sinnvollen Bebauung mit ausreichenden Auslauf- und Grünanlagen halte ich für sinnvoll. Die Menschen in Waldblick und im Roten Dudel werden auch älter und wer möchte schon gerne wegziehen. Im Moment bleibt einem nichts anderes übrig. Irgendwann geht es nicht mehr.
Ein S- Bahn Anschluss wäre. In 25 Minuten in Berlin Mitte und das ganze ohne mit dem Fahrrad in die Bahnhofstraße oder mit dem Auto zum Schichauweg. Leider sehe ich eine Umsetzung noch lange nicht und wird vermutlich lange dauern. Ich hoffe, dass wir es noch erleben werden.

Ich, Einwohner aus dem Roten Dudel, stimme Ihnen da voll und ganz zu. Das ist sehr treffend zusammengefasst. Habe allerdings leider auch Bedenken, dass es sich noch lange hinziehen wird, obwohl es dringend notwendig wäre. Auch meine Nachbarn (beide im Rentenalter), beklagen die derzeitige Situation und wünschen sich dringend die sinnvolle Nutzung des Feldes und vor allem den zusätzlichen S-Bahn-Halt. Beide sind immer auf die Unterstützung (bspw. bei Erledigungen) ihrer Kinder und Enkelkinder angewiesen. Ich hoffe sehr, dass sich bald was ergibt

Ich wundere mich doch sehr wie begeistert ,angebliche Bewohner von Mahlow Nord ,auf die Verdichtung ihrer näheren Wohnumgebung reagieren. Nur weil es eventuell einen S- Bahn Halt geben soll?Und natürlich eine bessere Infrastruktur! Diese hatte man dem Musikerviertel in der Planungsphase auch versprochen. Gibt es bis heute nicht. Für meine Familie sind die Felder in Mahlow Nord ein Naherholungsgebiet .Auch ein vermeintlich brachliegendes Feld gehört zum Kreislauf der Natur.

Moderationskommentar

Hallo Gast,

vielen Dank für Ihren Beitrag. Mit Hinweis auf die Dialogregeln ( hier Punkt 1), möchte ich Sie bitten, auf Formulierungen wie "angebliche Bewohner" zu verzichten, da sich andere Personen dadurch angegriffen fühlen könnten.

Beste Grüße,
Moderation PS

Ich stimme Ihnen zu. Hier ist doch nichts mehr grün. Gerade das Musikerviertel Süd ist baulich vollgestopft. Erst dürfen die Bürger alle alten Bäume fällen, als es zu spät ist, wird die Gemeinde wach und ändert doch noch die Satzung. Mir kommt es so vor, als wolle jeder so weiter leben, wie in Berlin, nur die zwei bis drei Autos parken näher dran.
Sollen die Bewohner sich doch solidarisch zeigen und frohen Mutes eine Nordschleife auf sich nehmen!

Ich weiß zwar nicht, was mit "Getto" gemeint ist, aber diese Gemeindeverwaltung ist meines Erachtens hinsichtlich demokratischer Gemeindeentwicklungsprozesse überfordert - oder einfach nicht willens, diese Prozesse transparent und demokratisch zu gestalten, aus welchen Gründen auch immer
Beispiel sind die wiederholte Mißachtung von Ortsbeiratsanliegen oder die Verschleppung von gemeindeübergreifenden Anliegen (Radwege u. a.). Sie schafft es noch nicht einmal, das "Gemeindejournal" allen Haushalten zustellen zu lassen (und dies trotz wiederholter Nachfrage und Mahnung) oder Protokolle der Beratungen von Gemeindegremien inhaltlich, orthographisch und grammatikalisch korrekt zu veröffentlichen.
Was ist von einer solchen Verwaltung zu halten? Da wundert einen die angesprochene Leerstelle "Bauamtsleiter" nicht mehr.
Aber vielleicht ist das ja sogar gewollt; schließlich erfüllt dessen Aufgaben mittlerweile eine andere Person der Verwaltung zusätzlich zu ihrem bisherigen Aufgabengebiet (und da kann manches schon einmal "wegrutschen"), deren eventuelle persönliche Interessen daran aber meines Wissens nie hinterfragt wurden. Will man/frau sich einfach unentbehrlich machen?
Honni soit, qui mal y pense.
Im Interessendreieck "Gemeindevertretung - EinwohnerInnen - Gemeindeverwaltung" schafft es diese Gemiendeverwaltung nicht, sich mit ihrer "Dienstleister-Funktion" (Äußerung der Hauptamtsleiterin in einer Gemeindevertreterberatung) zu begnügen.
Führende Mitglieder der Gemeindeverwaltung versuchen (oftmals mit Erfolg), die Gemeindevertretung zu dominieren und mißachten wiederholt festgeschriebene BürgerInnen-Rechte (beispielsweise die zugesagte, aber nie erfolgte Beantwortung von Anfragen). Auch die Verschleppung der Umsetzung von Beschlüssen der Gemeindevertretung durch die Gemeindeverwaltung sprechen für deren angemaßte Selbstherrlichkeit, von der damit verbundenen Mißachtung des Gemeinde-Leitbilds ganz zu schweigen.
Hinsichtlich der Abstellung dieser Verhältnisse sind auch der "neue" SPD"-Bürgermeister sowie der langjährige Vorsitzende der Gemeindevertretung (gestellt von der LINKEN) ein einzige große Enttäuschung, so bürgernah der eine von beiden sich auch geben mag, der andere versuchts erst gar nicht.
Beide tragen mit ihrem Agieren aktiv zum in Osten Deutschlands wachsenden "Demokratie-Frust" mit allen möglichen Konsequenzen (niedrige Wahlbeteiligung oder Wahl von Rechtsextremen) bei; ich hoffe, sie sind sich der Konsequenzen ihres ignoranten Handelns bewußt und jammern nach der nächsten Wahl nicht wegen der sie nicht befriedigenden Wahlergebnisse.

Ich weiß nicht, wieso Sie von "angeblichen" Bewohnern sprechen. Ich bin tatsächlich Bewohner von Mahlow Nord. Ich habe mich hier im Gegensatz zu Ihnen sogar registriert, sodass man meine Identität über die hinterlegte Email validieren könnte. Auch wenn Sie es nicht vermuten, aber ich habe mit einigen meiner Nachbarn über dieses Projekt gesprochen und bisher nur positive Rückmeldung bekommen. Im Wesentlichen in Bezug auf den geplanten S-Bahn Halt, den Bau von Schulen/Kitas und der Schaffung von Grünflächen. Die weitere Nutzung (z.B.: Wohnbebauung) ist unter diesem Gesichtspunkt natürlich nicht auszuschließen.

Ihre Argumente sind schlicht und einfach nicht belastbar:
- Weil an anderer Stelle etwas versprochen, aber nicht umgesetzt wurde, soll man es nicht wieder versuchen? Bei Ihrer Denkweise wären wir in der Menschheitsgeschichte aber nicht sehr weit gekommen!
- Weil ein Feld für Sie ein Naherholungsgebiet darstellt? Ich weiß ja nicht, ob Sie beispielsweise schon einmal einen Park in Potsdam besucht haben, aber ich sehe in einem schön angelegten Park deutliche mehr "Naherholung" als in einer Ackerfläche, die zur Ertragssteigerung regelmäßig mit den Hinterlassenschaften von Nutztieren besprüht wird!
- Ihre fehlenden Argumente versuchen Sie noch mit einer Diffamierung anderer zu stützen, indem Sie behaupten, dass die Kommentare von "angeblichen" Bewohnern gemacht wurden. Das ist einfach nur eine Frechheit!

Ich kann mich einigen meiner Vorrednern(innen) nur anschließen. Die Errichtung einer S-Bahn Station sowie Kitas und Schulen würde nicht nur den Bürgern in Mahlow Nord sondern auch uns im Zentrum zu gute kommen. Kita Plätze sind sehr rar und viele arbeiten in Berlin, man könnte seine Kinder auf dem weg zur Arbeit somit einfach in der Kita absetzen.

Meine Mutter wohnt im Roten Dudel und ist für größere Besorgungen aktuell auf mich angewiesen, da keine Busverbindung existiert.

Die Schaffung von Parkanlagen kann der Region auch einen Mehrwert bringen.

Man sollte jedoch bei der Bebauung darauf achten den Charakter der Gemeinde, der vorwiegend aus Ein-/Mehrfamilienhäusern besteht, nicht zu sehr zu verstädtern, da große Wohnblöcke meistens weniger Gemeindecharakter ausstrahlen.

Leider sagt mir mein Gefühl, dass die Beiträge oft parteipolitisch geprägt sind. Oder es liegt am höherpreisigen Neuzuzug?
Ich hätte gern weiterhin Grün in Mahlow-Nord.
Auch wenn ich keine Hundehalterin bin, ich schätze das Areal zur Freizeitgestaltung, genieße die Weite.
Ich brauche keine Versiegelung mit "schmucken" Einfamilienhäuschen. (Auch nicht im Hinblick auf die erwarteten Steuereinnahmen)
Sehr gern könnte dort eine entwickelte und zum Verweilen einladende (Park)Grünfläche entstehen.
Ich wohne an der B 96, die geplante Erholungsfläche in der Nähe des alten Dorfkerns ist mir zu weit entfernt.
Lasst uns die Grünflächen und damit den Charakter von Mahlow bewahren.

Das Projekt ist ein weiterer Schlag gegen die Landwirtschaft. Bekanntermaßen kaufen Investoren immer mehr Agrarland auf, um daraus Bauland zu machen. Bauern verlieren ihre Existenzgrundlage. Dabei soll doch vermehrt auf regionale Produktion gesetzt werden. Wo soll die stattfinden, wenn die Flächen immer weniger werden? Mahlow hat schon an der B96 ehemalige Felder für ein ausgedehntes Gewerbegebiet geopfert. Wieviel Felder/Landwirtschaft gibt es noch in Mahlow? Mahlow-Nord sollte nicht für weitere Bauten genutzt werden, die Felder erhalten bleiben. Allerdings muss tatsächlich die Anbindung des Roten Dudels zum ÖPNV noch verbessert werden.

Das ist ja eine sehr große Fläche, im Ortsbeirat sagen sie 70 ha. Das ist ja richtig teuer. Mein Nachbar sagt die Fläche kostet so 220.000.000,00 Euro ohne Baukosten.

Ich wohne dicht am Himmel auf Erden und bin auch der Ansicht das das ein sehr guter Platz für Neuansiedelung ist. Ja Freizeitfläche, Landwirtschaft und Natur leiden. Da gilt es intelligent Ausgleich zu schaffen.
Auch der dann festgelegte und seitens Gemeinde akzeptierte gerade Start von der Nordbahn sprachen dafür. Mit der letzten sehr geladenen Diskussion und dem Punkt und der neuen Beschlusslage wird dort solange diese Klage läuft kein Investor erscheinen und potentielle Grundstückskäufer werden abgeschreckt. Hinzu kommt das, sollte die neue Klage erfolgreich sein die davon dann nachts Betroffenen KEINEN Anspruch auf Schallschutz erhalten werden. Siehe Texte im Gemeindejournal.

Die Entwicklung Mahlow Nord ist seit Jahren überfällig ! Sie bietet den Einwohnern von Mahlow (Nord)
die zwingend erforderliche Infrastruktur ( Einkaufsmöglichkeiten , Kitas , Schule , Sportanlagen , Wohnbebauung ) . Diese Entwicklung kommt der gesamten Gemeinde zu Gute !

Ja, vor allem weil viele in Berlin arbeiten und somit teilweise erst in Richtung Blankenfelde fahren um Ihre Kinder zur Kita zu bringen und danach wieder in Richtung Berlin fahren um den Weg zur Arbeit anzutreten.

Als Bewohner im Waldblick liegt mir dieses Projekt natürlich besonders am Herzen. Die Potenziale, die hier liegen sollten erschlossen werden - sowohl für die Gemeinde als auch für die bereits jetzt dort lebenden Bewohner*innen. Konkret möchte ich folgende Punkte einbringen:
- Die vielfach angesprochene ÖPNV-Verbindung lässt extrem zu wünschen übrig. Ein paar Busse am Tag - mehr nicht. Hier braucht es definitiv mehr, so dass viel mehr Bewohner statt Auto oder Park+Ride komplett öffentlich unterwegs sein können. Beim Ausbau der Busanbindung bitte über die Grenze nach Lichtenrade hinaus denken! Warum gibt es keine direkte Verbindung zum Bahnhof in Lichtenrade, der ebenso nahe liegt wie jener in Mahlow?
- Auch eine direkte S-Bahn-Anbindung wäre ein gutes Projekt, dass zusätzlich zu Busverbindungen die ÖPNV-Verbindung verbessert.
- Ein Ausbau dieser tollen Wohnlage kann sehr gerne vorangetrieben werden. All jene Stimmen, denen dann hier Grün fehlt: Ich denke es kann eine gelungen Mischung aus grünen Flächen die das neu zu gestaltende Gebiet durchziehen geben. Auch der Wald ist noch für Erholung in der Natur direkt zu erreichen - auch wenn die vorhandenen Felder zu Wohnflächen werden.
- Zusätzlich zum Hausbau ist dabei zwingend der Bedarf an weiteren Kita- und Schulplätzen zu berücksichtigen. Wir erleben schon jetzt einen massiven Mangel an Kita-Plätzen. Diese Situation muss dringend entschärft werden und kann nur mit Neubauten auch in diesem Bereich gelöst werden!
- Ebenso bedarf es auch einer Infrastruktur in Form von Lebensmittelhandel, Friseur, Apotheke, etc. um möglichst viele Erledigungen fußläufig zu erreichen.
- Wenn der Flughafen betrieb weiter zunimmt wird auch mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen auf der L76 zu rechnen sein. Bereits jetzt entstehen hier am Nachmittag öfter Staus. Es sollte also überlegt werden, wie die Straßen der anliegenden Gebiete entlastet bzw. verkehrsberuhigt werden können, damit diese nicht als Ausweichstraßen dienen. (Dies gilt auch für den Bereich südlich der L76!)

Ich stimme Ihren Argumenten voll und ganz zu. Dieser Auffassung bin ich auch

Vielen Dank für diesen klasse Beitrag, besser hätte ich es nicht zusammenfassen können. Wirklich treffend!

Bin leider erst heute auf die Aktion rundum die Bürgerbeteiligugn aufmerksam geworden...aber wir benötigen dringend einen ausbau –– Schule, KiGa, Bäcker,...Infrastruktur generell...fühle mich hier "oben" abgeschnitten von dem sonst gut angebundenen ortsteilen BF und Mahlow. Stimme mit meinen Vorrednern auch in Punkto Bus-und Bahnanbindung überein. Aber eine Frage:Wann soll das angegangen werden???2035 erst???–– wäre sehr schade

Danke für den Beitrag, wir fühlen uns "hier oben" ebenso abgeschnitten von der Infrastruktur und mich ärgert es sehr, dass es für fast jede Erledigung das Auto braucht. Ich hoffe sehr, dass es NICHT bis 2035 dauert bis sich hier etwas verändert, insb. der Bereich ÖPNV und Ausbau von Kitas/Schulen ist schon längst überfällig und sollte zeitnah angegangen werden.

Wollte noch 5Sterne vergeben...funktioniert leider nicht ohne Anmeldung(?)...

Moderationskommentar

Hallo Gast,

vielen Dank für Ihre Teilnahme am Online-Dialog. Wie Sie bereits vermutet haben, ist für diese Funktion eine Registrierung erforderlich.

Beste Grüße
Moderation PS

Als Waldblicker*in kann ich zu dem formulierten, 2. entwicklungspolitischen Ziel „Schaffung von zielgruppenorientierten Wohnraumangeboten (z.B. für Geringverdiener, altengerechtes Wohnen, „dichteres“ Familienwohnen)“ nur den Kopf schütteln. Der Wohnungsbau für „Geringverdiener“ boomt bereits nebenan in Schönefeld. Dort schießen die seelenlosen Wohn- und Büroblöcke nur so aus dem Boden. Sollte das in Mahlow Nord auch angestrebt sein?
Ich wünschte mir eher ein sich organisch entwickelndes Umfeld. Familien, Mittel- und Oberschicht, die sich architektonisch divers ausdrückt und ausstattet. Dazu eine sinnvolle Infrastruktur um einen neu zu bauenden S-Bahnhof Mahlow Nord: kleine Läden, Kiosk, Restaurants, statt Discounterlandschaft a la Lückefeld.

Welch abschätziges Menschenbild bezüglich erwähnter "Geringverdiener" wird denn hier offenbar?
Wer sich "Familien, Mittel- und Oberschicht" in seiner näheren Umgebung wünscht und damit andere bewußt ausgrenzt (und damit auch Artikel 1 des Grundgesetzes verletzt), sollte sich lieber woanders ansiedeln, beispielsweise im Südwesten Deutschlands (oder tue ich den dortigen Bundesländern damit unrecht?) ansiedeln, denn dort wäre sie/er wahrscheinlich heimischer! Oder passen ihr/ihm dort die "Kehrwoche" oder bayerische Traditionen nicht? Oder hat man/frau dort mangels Kompetenz nicht Fuß fassen können, und versucht stattdessen nun, hierzulande ein krudes Menschenbild von der Ungleichwertigkeit menschlicher Individuen zu propagieren?
Pfui Spinne!
Wir alle wissen nicht, welche Talente aus Familien von "Geringverdienern" aufgrund der sozialen Ausgrenzung (wie hier gefordert) mangels vorhandener Entwicklungsmöglichkeiten verloren gehen.
Aber wir wissen: Gerade in "Familien, Mittel- und Oberschicht" ist der Neid deutlich ausgeprägt, führt (nicht zwingend) zu Helikoptereltern, Vereinsamung, Disintegration, BTM-Mißbrauch u. a.
Alles tun, um den sozialen Absturz zu verhindenr, gerade in Krisenzeiten?
Entspricht das Ihrem Menschenbild?
Eine Bitte um Entschuldigung wäre meines Erachtens angebracht!
Und nichtausgrenzendes gesellschaftliches Engagement für unsere Gemeinde!
Eine Antwort auf dieser Seite zu Motiven Ihre Beitrags und zu Ihrem gesellschaftlichen Engagement für die Gemeinde halte ich für angebracht.

Ist schon die Härte das man sich Groß Grün nennt und dann jedes große Stück Grün zupflastert. Wohne selber Vis a vis zum Feld und es gefällt mir so wie es ist . Alles vollbauen wie in Berlin Neukölln bis es dann gar nicht mehr wohnenswert wegen der Enge ist . Und wie lange wird da genau wie beim Flughafen 15 Jahre ? Na dann überlegt euch mal wie ihr die Anwohner dafür ausgleicht.

Woher stammt denn Ihre Annahme, dass "jedes große Stück Grün" zugepflastert werden soll? Eines der in der Präsentation genannten Entwicklungsziele lautet "Stärkung des Landschaftsraums und Schaffung attraktiver Grün- und Freiräume" und ich finde, das klingt vernünftig und durchdacht. Ich finde es absolut richtig, dass wir immer wieder darauf aufmerksam machen, dass die Felder zugunsten der infrastrukturellen Entwicklung keinesfalls vollständig bebaut werden dürfen, doch finde ich hier das Maß der Dinge entscheidend. Ich stimme Ihnen zu, mir gefallen die Felder vor der Haustür ebenfalls, jedoch glaube ich, dass eine gesunde Mischung aus Infrastruktur (Bahnhof, Betreuungs-/Bildungseinrichtungen, ein Bäcker, ein Friseur, vielleicht ein Supermarkt) und parkähnlichen Grünflächen (für Freizeit-/Sportaktivitäten, Spielplätze, Spaziergänge) die zum Teil brach liegende Flächen noch attraktiver machen würde. Wir haben doch genügend Platz, um beides miteinander zu vereinen und sollten hier einen Mittelweg finden statt schwarz-weiß zu denken. Zwischen "Die Felder bleiben unbebaut" und "Die Felder werden bebaut wie in Berlin-Neukölln" bleibt ja zum Glück noch ganz viel Spielraum.

Da bin ich voll und ganz bei ihnen. Groß Grün unsere Gemeinde zu nennen, nur noch lachhaft. Verstehe sowieso nicht dieses Theater. Erst vor kurzer Zeit wurde ein neues Logo entwickelt (vorher die 5 Kästchen), dafür wurde auch Zeit und Geld investiert, bevor es angenommen wurde. Finde ich aber sehr gelungen und die daran Beteiligten haben sich Gedanken und Mühe bereitet. Wo finden wir aber dieses Logo? Auf kein Fahrzeug, auf kein Briefkopf, überall nur dieses "Groß Grün". Sehr eigenartig, oder? Wir wohnen in Blankenfelde-Mahlow und nicht in GROß GRÜN. Ich finde das nicht mehr normal und kann es nicht verstehen.

Die Entwicklungsfläche Mahlow-Nord ist im Gegensatz zur Fläche Bahnhofschlag Dahlewitz sicher bis 2035 umsetzbar. Für die Fläche sollte es einen städtebaulichen Ideenwettbewerb geben, den die Gemeinde initiert und mit umfangreicher Bürgerbeteiligung dann auch in Schritten durch Bebauungspläne umsetzt. Großes Augenmerk sollte die Freiraumgestaltung erfahren, da hier auch der bereits überregionale Freiraum (Berliner Mauerweg) angrenzt und ein Erholungsschwerpunkt für die Mahlower Bürger besteht. Eine Entwicklung mit Augenmaß, Ideen, Weitsicht und Anspruch wäre hier wünschenswert.

Man liest hier häufiger, dass die Felder in Mahlow-Nord im Sinne von "Groß Grün" nicht bebaut werden sollten, um die Natur und das Grün zu erhalten und ich finde diese kritischen Anmerkungen absolut berechtigt. Natürlich muss hier ein gesundes Mittelmaß gefunden werden und es dürfen keinesfalls(!) alle Grünflächen restlos bebaut werden. Allerdings finde ich auch, dass man die Dinge auch aus einer anderen Perspektive betrachten sollte. Der Ausbau der Infrastruktur (konkret: ein Bahnhof in Waldblick) würde hoffentlich dafür sorgen, dass viele Anwohner*innen das private Auto stehen lassen und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs wären. Dies würde den Verkehr sowie die Umwelt massiv entlasten, was für mich langfristig wiederum absolut zu "Groß Grün" passt. Aus meiner Sicht braucht es - wie so oft im Leben - ein gesundes Mittelmaß und ich hoffe sehr, dass dies bei der Entwicklungsplanung nicht aus dem Fokus gerät. Nur so kann man alle Interessen einbeziehen und eine Entwicklung schaffen, mit der möglichst viele Anwohner*innen glücklich sind. Denn darum geht es doch letztendlich: Wenn man sich in der eigenen Heimat nicht wohlfühlt, wo dann? Ich begrüße auch sehr den vorgeschlagenen städtebaulichen Ideenwettbewerb, dies wäre eine tolle Möglichkeit, um sich als Anwohner*in weiterhin aktiv in die Entwicklung einzubringen. Diese Diskussion hier zeigt ja, dass das Interesse durchaus da ist.

Infrastruktur und Erholung sollten die wesentlichen Treiber dieses Themas sein. Die Gemeinde wächst und wächst aber leider nur personell. Die Infrastruktur wie Bus, Bahn, Kita und Schulen hängen diesen Wachstum weit hinterher. Ein schlüssiges Konzept, das diesen Themen besondere Beachtung schenkt kann dann wiederum mit den Bürgern der Gemeinde diskutiert werden.

Die Aussage in der Präsentation 'zielgruppenorientierten Wohnraumangeboten (z.B. für Geringverdiener'...' „dichteres“ Familienwohnen' weckt in mir, wie auch in einigen anderen vor mir, den Gedanken an Berliner Großwohnanlagen. Hier sollte man mit äußerster Vorsicht handeln um das Bild der Gemeine nicht nachhaltig zu ruinieren. Eine Art Mischbebauung aus Einfamilienhäußern und kleineren Wohnanlagen wie etwa im hinteren Teil des roten Dudel wäre für das Ortsbild und die Mischung sozialer Strukturen noch verträglich. Da auch Stadteile mit überwiegenden Anteil an Sozialbauten schnell verkommen und sich nur schwer erholen, siehe Berlin Marzahn

Zunächst möchte ich festhalten, dass meine Stellungnahme nicht unter einem Pseudonym erscheinen soll, sondern dass ich mit meinem vollen Namen, Peter Abend, dahinter stehe.
2011/12 habe ich mich im Arbeitskreis „Mahlow-Nord“ beteiligt und kann mich also dazu auch sachkundig äußern. Viele der Kommentatoren kennen ganz offensichtlich den Rahmenplan Mahlow-Nord nicht und können sich nicht vorstellen wie man Wohnraum für 10.000 Menschen auf dieser Fläche gestalten kann.
Leider muss ich feststellen, dass bei einem derartig umfangreichen Projekt, das Folgen für viele Bürger über viele Jahre hinaus haben würde, eine nur vierwöchige Beteiligung der Bürger absolut unzureichend ist, zumal wir durch die Pandemie auch noch stark eingeschränkt sind.
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass mit diesem Zeitdruck bestimmte Ziele verfolgt werden. Eine umfangreiche und damit repräsentative und erfolgreiche Bürgerbeteiligung wird so keinesfalls erreicht.
In mehreren Beiträgen wird die Bebauung der landwirtschaftlichen Flächen zwischen Waldblick und dem Roten Dudel begrüßt, weil man sich eine Verbesserung der Infrastruktur, Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Kindertagesstätten, Pflegeheime und gar einen S-Bahnhof davon erhofft.
Leider bleibt bei diesen Erwartungen der Umweltschutz unbeachtet!
Die Planung für dieses Gebiet sieht nicht etwa eine lockere Gartenstadt vor, wie man es bei „GroßGrün“ erwarten sollte, sondern eine hoch verdichtete und stark versiegelte Bebauung zum Schaden der Umwelt. Schließlich besteht das Interesse möglicher Investoren darin, mit der Bebauung auf preiswertem Grund und Boden maximalen Profit zu erzielen.
Die offenen Ackerflächen bilden derzeit einen natürlichen Frischluftkorridor. Wird dieser zugebaut, werden Schadstoffe vom Flug- und Straßenverkehr längere Zeit dort verbleiben.
Nun zu den einzelnen Erwartungen:
Öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Kindertagesstätten wären Aufgaben unserer Gemeinde und müssten aus Steuergeldern finanziert werden. Ich darf daran erinnern, dass Eltern schon längere Zeit auf einen Kita- oder Hortplatz warten. Seit nunmehr über 15 Jahren „bauen“ wir schon ein Rathaus. Außer Korruption und Millionenverlust ist nichts passiert.
Einkaufsmöglichkeiten, also Supermärkte, werden nicht in Wohnsiedlungen errichtet, sondern auf der billigeren grünen Wiese, also fußläufig kaum erreichbar. Wo wurde der neueste REWE-Markt eröffnet?
Zum S-Bahn-Haltepunkt an der Ziethener Straße muss festgehalten werden, dass für die meisten Waldblicker der Weg zum Bahnhof. Lichtenrade etwas näher ist und sie dort ein 10-Minuten-Takt und ein günstigerer Tarif erwartet.
Weil die Gemeinde gemeinsam mit dem Land die S-Bahn-Strecke zwischen Lichtenrade und Blankenfelde nur eingleisig geplant hat, ist dort ein S-Bahnhof sehr fraglich und ein 10-Minutentakt ausgeschlossen.
Nun zu den Problemen hinsichtlich des Verkehrslärms in diesem Gebiet. Man sollte nicht vergessen, dass unsere Gemeinde sehr viel Geld für die Rahmenplanung „Mahlow-Nord“ und ebenso so viel für Klagen gegen das Bundesamt für Flugsicherung, die darauf gerichtet sind, dieses Gebiet zu überfliegen und damit zu verlärmen, ausgegeben hat. Widersprüchlicher geht es nicht!
Ein weiteres Problem ist der Lärm von der Dresdner Bahn und der L76. Installationen für einen geeigneten Schallschutz werden sicher nicht von einem Investor übernommen, sondern müssten von der Gemeinde geleistet werden. Auch hierfür müssten Steuergelder eingesetzt werden. Der Schallschutz wegen der L76 für den südlichen Teil von Waldblick lässt auch schon längere Zeit auf sich warten!
Nicht zuletzt muss auf einen sehr starken Anstieg des Pkw-Verkehrs durch den BER, aber auch von den vielen Neubewohnern, unter dem besonders die Bewohner des Roten Dudel, aber auch die im Waldblick zu leiden hätten, hingewiesen werden. Die Verkehrsplanungen zu „Mahlow-Nord“ sehen dazu weitere Straßenerweiterungen mit hohen Kosten für die Gemeinde vor.
Abschließend muss auch noch ein Blick auf die Verwaltungsstruktur unserer Gemeinde geworfen werden.
In unserer Verwaltung gibt es seit längerem kein Bauamt mehr, sondern nur noch einen sogenannten „Kommunalservice“. Für derart anspruchsvolle Projekte bedarf es jedoch zwingend eine sehr viel stärkere Bauabteilung, an deren Spitze ein erfahrener Fachmann für Hoch- und Tiefbau sowie Baurecht als Leiter steht. Auch hier könnten höhere Kosten entstehen.
Abschließend sollte ein jeder und besonders die Gemeindevertreter für sich überlegen, ob die o.g. Aufwendungen durch die Steuermehreinnahmen von Neubürgern aufgewogen werden und ob wir dafür ein weiteres kleines Stück Natur zerstören dürfen!

Als langjähriger Bewohner des Roten Dudels sehe ich das haargenau so! Meine persönliche Erfahrung hat gezeigt, dass die Bahnhofstrasse als auch Rewe und Co. problemlos zu Fuß als auch mit dem Fahrrad zu erreichen sind. Auch mit kleinen Kindern. Ein bisschen Park (oder sonstige innerstädtische Grünfläche) steht in keinem Verhältnis zur versiegelten und verdichteten Fläche. Zumal diese kommunalen Ausgleichsflächen aufgrund diverser Gründe (Geldmangel, Personalmangel, wenig rücksichtsvolle Mitmenschen, usw.) in kurzer Zeit mit hoher Wahrscheinlichkeit wenig ansehnlich aussehen werden. Desweiteren trägt eine solche kleine Fläche im Vergleich zu einem Acker (der seit mind. 18 Jahren nicht mit Gülle und Mist in Berührung kam) sicher wenig zu erhöhter Biodiversität bei!! MfG Ein Nordmahlower

Das Feld im nördlichen Mahlow bietet so viel Potential die Gemeinde sinnvoll zu erweitern.
Nicht nur könnte es das Angebot an bezahlbarem und barrierefreiem Wohnraum sowie sozialer Infrastruktur in unserer Gemeinde erweitern, auch könnte durch gezielte Aufforstung und strategisch geplante Parkanlagen der Naherholungscharakter des Neubaugebiets über den Mauerweg eine charmante Verbindung zwischen Mahlow Nord, Roten Dudel, Waldblick und Lichtenrade ergeben.

Durch die Entwicklung von Mahlow Nord besteht eine große Chance die aktuell sowohl örtlich als auch infrastrukturell abgelegenen Gebiete Waldblick und Roter Dudel in die Gemeinde zu integrieren. Dies sollte oberste Priorität in der Entwicklung sein.

Für die erfolgreiche Entwicklung sollte ein gesamtheitliches Planungskonzept entworfen werden. Ob die Gemeinde dafür, insbesondere in Hinblick auf die sehr unterschiedlichen Interessen in der Gemeindevertretung, die richtige Instanz ist stelle ich erstmal in Frage. In jedem Fall sollte sie aber dafür sorgen, dass die Interessen der Gemeinde in der Entwicklung umgesetzt werden. Dafür muss die Gemeinde jedoch nicht Vorhabenträger sein - und sollte es gegebenenfalls. auch nicht.

Ich denke über einen S-Bahnhof Mahlow Nord würden wir uns alle freuen.
Ein neues Zentrum "Mahlow Nord" rund um diesen S-Bahnhof wird auch auf ein allgemeines Interesse, insbesondere bei den Bewohnern des Roten Dudels und Waldblick stoßen. Wenn dann noch die Nahversorgung gewährleistet wird und die Entwicklung unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten erfolgt dann sollte das doch ein schöner Mehrwert für alle Groß Grünen sein. =)

Sehr geehrter Gast,
als Bewohner des Roten Dudel freue ich mich nicht im geringsten auf ein "Zentrum Mahlow Nord"!

Ich bin vor vielen Jahren gerade wegen der freien und unverbauten Flächen in vorhandenen Bestand in den Roten Dudel gezogen. Egal wie großzügig die geplanten Nachhaltigkeitsvorhaben sein werden, sie werden die Versiegelung/Verdichtung (mit all ihren zusätzlichen negativen Begleiterscheinungen in Form von massiver Verkehrs,- Lärm und Schmutzzunahme) nicht im geringsten ausgleichen. Einen Mehrwert kann ich unter grünen,- nachhaltigen oder sonstigen Umweltgesichtspunkten nicht im mindesten Ansatz erkennen.
Desweiteren habe Ich bis heute nie ein Problem darin gesehen sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad entweder nach Mahlow oder in die Bahnhofstrasse zum Einkaufen zu gelangen. Auch nicht mit KIndern!
Sie sollten bitte nur für sich sprechen und nicht versuchen den Eindruck zu erwecken, als würde hier allgemeiner Konsens bei den Nordmahlowern herrschen, denn zumindest im Roten Dudel gibt es etliche, welche nicht ihre Meinung zu diesem Thema teilen.
MfG Ein Nordmahlower

"Verdichtetes und bezahlbares Wohnen" passen ideal zu der vorhandenen Bebauung von Waldblick und Rotem Dudel oder etwa nicht? Da fällt mir doch sofort z.B. das Musikerviertel mit seiner überaus grosszügigen Bebauung ein. Und das Ganze soll auch noch von einem Investor entwickelt werden, der kein Interesse an Gewinnen hat, sich dafür aber hauptsächlich an Umweltfreundlichkeit und Bürgerwohl orientiert. Wie naiv kann man eigentlich sein! Ich war mal glücklich in Waldblick zu wohnen, das ist dann wohl vorbei.

Die Mehrzahl der zum Projekt vorliegenden Kommentare sieht die Errichtung eines S-Bahn-Haltepunkts als wesentliches Element für eine bessere Anbindung von Waldblick und Rotem Dudel an den ÖPNV. Hierzu ist anzumerken, dass dazu ein 4. Gleis zwischen Lichtenrade und Mahlow erforderlich wäre, wofür im Lichtenrader Abschnitt überhaupt kein Platz mehr vorhanden ist. Die DB hat schon 2012 klargestellt, daß sie bei eingleisiger Streckenführung keinen Bahnhof bauen will und kann und dass die S-Bahn hier nicht halten würde, selbst wenn die Finanzierung durch Gemeinde oder Investor erfolgte. Es bleibt dann wieder nur das Auto zum P+R in Mahlow, P+R Lichtenrade ist jetzt schon hoffnungslos überfüllt. Da wünsche ich der Gemeinde dann ein gutes Händchen bei der Verkehrsregelung an den Zu- und Abfluss-Stellen B96 und L76.

Zusammenfassend heißt das für mich: Wenn Bebauung unbedingt sein muß, dann wenigstens wie in der WILMA-Siedlung Waldblick; das schien vor 25 Jahren ja noch für alle Beteiligten attraktiv zu sein. Auf jeden Fall aber sollten wir keine Luftschlösser bauen, die später aus dann zwingenden Gründen wie Seifenblasen zerplatzen. Mein Name ist Jochen Kern, und ich hoffe, die Gemeinde ist noch in der Lage umzudenken.

Moderationskommentar

Lieber Gast,

Im Rahmen des INSEK-Prozesses hat eine breite Akteursbeteiligung stattgefunden, so auch zum Thema Verkehr und Mobilität (Expertenrunde "Mobilität in Blankenfelde-Mahlow 2035?!" am 11.04.2019). Hier haben die Vertreter der Deutschen Bahn deutlich gemacht, dass die Ergänzung weiterer S-Bahnhöfe im Gemeindegebiet als sinnvoll eingeschätzt wird. Ein neuer S-Bahn-Halt in Mahlow Nord wird daher seitens der DB nicht ausgeschlossen, sondern ist in Abhängigkeit der Entwicklungsabsichten der Gemeinde für Mahlow Nord zu prüfen. Die Gemeinde ist im Rahmen des Ausbaus der Dresdner Bahn, der Verlängerung der S-Bahn nach Rangsdorf und im Zusammenhang mit der Prüfung eines Bahnhalts am Berliner Außenringin kontinuierlicher Abstimmung mit der Deutschen Bahn.

Viele Grüße

Moderation AA

Auch neue Flugrouten werden es nicht verhindern, diese Fläche ist perfekt für weitere Industrieansiedlung. Gern auch ein Feuerwehr Trainingsgelände, gemeinsam mit den Kollegen vom BER!

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