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Zentrales Vorhaben: Neue Funktionen am Bahnhofsschlag Dahlewitz

Die im Besitz der Gemeinde befindlichen Flächen am Bahnhofschlag gehören zu den großen städtebaulichen Entwicklungsreserven der Gemeinde. Aufgrund der Flugrouten ist eine Wohnentwicklung hier nicht möglich.

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Zentrales Vorhaben: Nachhaltige und proaktive Landschaftsentwicklung

Die Gemeinde ist in einen attraktiven Landschaftsraum eingebunden mit wichtiger naturräumlicher Bedeutung einerseits und mit  Bedeutung für Erholung und Freizeit andererseits. Angesichts des anhaltenden Siedlungsdrucks aber v.a.

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Zentrales Vorhaben: Innovativer Wirtschafts- und Bildungsstandort Dahlewitz

Das verkehrsgünstig gelegene Industrie- und Gewerbeareal am Eschenweg im Ortsteil Dahlewitz ist mit rd. 70 ha und weiteren Flächenpotenzialen der größte und entwicklungsaktivste Gewerbestandort in der Gemeinde. Im Sinne einer zukunftsorientierten Wirtschaftsentwicklung in der Flughafenregion ist eine klare Profilierung und Fokussierung auf den Standort Dahlewitz, begleitet und unterstützt durch ein aktives Standortmarketing, Ziel dieses zentralen Vorhabens.
Erfahren Sie mehr zu diesem zentralen Vorhaben hier:

Das möchten wir von Ihnen wissen:

  • Wie wichtig ist dieses zentrale Vorhaben aus Ihrer Sicht für die Gesamtentwicklung der Gemeinde?
  • Welche Zielsetzungen sind Ihnen in diesem Zentralen Vorhaben besonders wichtig?
  • Welche Maßnahmen und Projekte sollten hier in den kommenden Jahren im Fokus der Gemeindeentwicklung stehen (Schlüsselprojekte)?

Wir freuen uns über ihre Kommentare und Hinweise!

Kommentare

Ich bin einer von über 2000 Einwohner und ich nehme Dahlewitz in der INSEK-Broschüre nur als Gewerbegebiet war, wo man ja den Wald auch noch zum Gewerbegebiet umwandeln kann, wir brauchen ja kein grün – In der jetzigen Zeit, wo wir unsere Natur schützen müssen damit unsere Kinder in Zukunft saubere Luft atmen und genug Wasser haben – geht es nur um die Wirtschaft, das ist traurig. Der Dahlewitzer Wald ist keine Kiefernplantage, es ist ein Mischwald mit Eichen, Buchen, Rubinen, Birken und Linden. Ein Teil des Waldes ist ein reiner Buchenwald und ist besonders zu beschützen. Ich bin regelmäßig mit meinen Kindern dort Spazieren, hier kann man die Vögel singen hören, Rehe und Hasen beobachten, diese wunderbare Natur soll nur wegen mehr Geld geopfert werden, das ist ein echtes Armutszeugnis.
Wir haben im gesamten Gebiet Blankenfelde-Mahlow nur einen Anteil an Waldfläche von 19%. Das ist sehr sehr wenig und wir wollen trotzdem nur wegen der Wirtschaft dieses wichtige Gut zerstören.
Es gibt das Sprichwort " Geld allein mach nicht glücklich", dass sollten sie, alle die zu entscheiden haben sich vor Augen führen, denn sie entscheiden für die Zukunft. Sie die Entscheidenden müssen das nicht miterleben wie die Natur kaputt geht aber unsere Kinder, sie müssen schmutzige Luft einatmen, weil der Wald der CO2 bindet nicht mehr da ist.
Die Gemeinde hat als Wappen einen Baum, der das Grün dieser Gemeinde widerspiegeln soll,
dann sollten wir auch so handeln und unseren geringen Anteil an Wald schützen.

Ich kann Ihnen nur zustimmen. Gemeinde Groß Grün: dazu gehört auch, Naturflächen zu erhalten.

Ich kann Ihnen nur zustimmen. Auch wir sind gern mit dem Rad in unserem Grün unterwegs und genießen die frische Luft und die Tierwelt die wir hier und dort entdecken können.
Anstelle der Umwandlung würde ich eine Unterstützung des Waldes befürworten. Ein paar Abfallbehälter die regelmäßig geleert werden würden helfen die Spuren so mancher Waldnutzer zu minimieren.
Natürlich verwehren wir uns nicht gegen die Erweiterung der S-Bahn, aber bitte als vernünftig integrierte Lösung mit möglichst kleinem Eingriff on den Wald.
Hierbei erhoffen wir uns endlich einen weiteren Gleis-Übergang zwischen Dahlewitz und Rangsdorf. Dieser würde den Wald auch endlich als ein Erholungsgebiet verbinden.
Wenn Flächen zur Gewerdeerweiterung gesucht werde, warum kommen dann nicht auch die erwähnten Freiflächen am Bahndamm in Frage, welche durch den Flugverkehr nicht zur Wohnraumerweiterung nutzbar sind?

Das Gerbegebiet in Dahlewitz ist durch die Weitsicht der Dahlewitzer Gemeindevertreter nach der Wende am richtigen Ort und in hoher Qualität in einem Mix mit potenten Firmen erfolgreich ermöglicht worden. Es sind noch Lücken vorhanden und damit die Möglichkeit von ergänzenden Ansiedlungen. Eine weitere Vergrößerung der Gewerbeflächen ist für unsere Gemeinde nicht sinnvoll
Mit dem S-Bahnhalt bei RollsRoyce wäre ein verbesserter und klimaschonender Zugang erreicht. Das entlastet die Straßen und verringert die Zahl der notwendigen Parkplätze. Die dafür notwendige Umwandlung eines kleinen Anteils des Waldes ist sinnvoll. Als Ausgleich sollten Gewerbeflächen östlich der B96 aus dem FNP gestrichen werden und damit eine Zersiedelung des wertvollen Landschaftsraumes der Zülowniederung verhindert werden.

Man sollte ein vorhandenes Potenzial nutzen und nicht mit den SCHINKEN NACH DER WURST ZU WERFEN ! ! !
Ein Halt mit der Regionalbahn erfüllt den gleichen Zweck und ist nur preiswerter .
BITTE DIE PRÄSENTATION DER DRESDNER BAHN ANSEHEN ! ! !

Das Gewerbegebiet mit Rolls Royce würde einen Regiohalt bekommen. S-Bahn unnötig. Zudem: kommt die S-Bahn, verlieren Dahlewitzer den Regiohalt. Damit droht der Verlust des direkten Zugangs zu entfernteren Zielen wie: Berliner Innenstadt (Südkreuz, Potsdamer Platz, Hauptbahnhof), auch zum Flughafen Schönefeld, nach Königs Wusterhausen, Wannsee oder auch zur Ostsee. Deswegen klares pro für den Erhalt des Regiohalts in Dahlewitz, ein neuer Regiohalt am Gewerbegebiet. Auch das Argument klimaschonend lässt sich mit der S-Bahn nicht verbinden, da sie für einen erhöhten Stromverbrauch auf der Strecke von Blankenfelde bis Rangsdorf sorgt, parallel zu den Regios und Fernzügen.

Radwege und S-Bahn erscheinen mir schon sinnvoll. Mir ist aber unklar warum uns der Wald hier genommen werden muss wenn in unmittelbaren Umgebungen Standorte vorhanden sind, die ausgebaut werden können ohne den Anliegern ihr Erholungsgebiet zu nehmen. Freiflächen in Rangsdorf, Und Großkienitz wären sogar besser an Schnellstraßen angebunden und würden den Verkehr im Ort reduzieren.

Wir sind übrigens Anlieger am Friedhofsweg. Wir wollen in Dahlewitz wohnen in einem Ort, nicht in einem Industriegebiet.

Durch die S -Bahn nach Rangsdorf entfällt der Regionalbahnhof Dahlewitz ,der von sehr vielen Dahlewitzern genutzt wird um zur Arbeit zu fahren
Bei der Beurteilung des Videos zum Dresdner Bahnausbau mit einem 20 - Min -Takt muß jedem Fachmann klar werden - - -EINE S-BAHNVERLÄNGERUN IST UNFUG UND STEUERVERSCHWENDUNG ! ! ! ! ! !
eine Kosten -Nutzenrechnung die nicht manipuliert wäre würde ein wahres Ergebnis liefern ! ! ! ! ! ! ! ! !
EIN HALTEPUNKT DER REGIOBAHN FÜR DAS GEWERBEGEBIET ERFÜLLT DEN GLEICHEN ZWECK UND FORDERT KEINEN WALD ABHOLZEN ! ! ! ! ! ! ! !
Der Regionalbahnhof Dahlewitz muß bleiben , so ist die Meinung vieler Dahlewitzer ,die leider kein Internet nutzen.

Die Rangsdorfer brauchen den schnellen Regio in die Berliner City, bsp Südkreuz, Potsdamer Platz, Hauptbahnhof. Für kürzere Strecken nach bsp. Lichtenrade genügt der Umstieg in Blankenfelde in die S-Bahn. Für Dahlewitzer sieht es genauso aus. Nur wegen der Leute im Dahlewitzer Gewerbegebiet die S-Bahn zu bauen, ist zu einseitig gedacht. Zumal die DB auch einen Regiohalt einrichten würde.

Im Klimawandel bekommen Bäume bzw. Wald für die Lebensbedinungen einen sehr hohen Stellenwert. Sie spalten CO2, speichern Kohlenstoff (C) und geben Sauerstoff (O2) ab. Sie spenden Atemluft nicht nur für Personen im Wald, sondern auch Wohngebieten im Umkreis. Durch die Aufnahme und Spaltung von CO2, mit dem sich die Wärmeentwicklung verbindet, können sie auch in bescheidenem Maß zur Temperaturreduktion beitragen. Der Effekt der Temperaturreduktion wird auch durch die Speicherung von Oberflächenwasser an Wurzeln verstärkt, das die Bäume nach und nach abgeben. Entsprechend ist es im Wald kühler als in Wohngebieten ohne Bäume. Großstädte arbeiten schon an Projekten zur Anpflanzung vieler Bäume, da sie die Bedeutung als Kühlungsfaktor erkannt haben. Schließlich heizen sich die Großstädte immer weiter auf. Warum also auf diese natürliche Ressource Wald mit direkten Vorteilen für die anliegenden Dahlewitzer Wohngebieten verzichten? Warum mit der Erweiterung des Gewerbegebiets mit entsprechender Flächenversiegelung und ungedrosselter Temperaturentwicklung zustimmen? Hier steht die Luft und das wärmetreibende CO2! Vielmehr wirft das die Frage auf nach einer ökologischen Gestaltung von Blankenfelde-Mahlow. Nicht nur die Erhaltung des Dahelwitzer Waldes, sondern auch des Baumbestandes in und um Blankenfelde und Mahlow ist geboten - um die Auswirkungen des Klimawandels zumindest etwas zu reduzieren. Die Bedeutung des Erhalts steigt noch einmal vor dem Hintergrund der extrem großen Waldbrände (Treuenbrietzen, Jüterbog), die auch hier ein großes Waldgebiet zerstören könnten. Entfernte Anpflanzungen haben kaum einen Effekt für die Wohngebiete. (Wo ist der kommunale Plan für die ökologische Gestaltung von Blankenfelde-Mahlow im Klimawandel?) Entsprechend kann es Erwiterung von Gewerbegebiete nur um den Wald herum geben.

Übrigens zieht der aktuelle LEP 2 eine schleichende Verstädterung entlang der Dresdner Bahn nach sich. Das kann nicht im Sinne der Bürger sein, weder der Dahlewitzer, noch Blankenfelder oder Mahlower. Insofern ist es wünschenswert, dass neben dem Wald auch einige Feldflächen bestehen bleiben - und nicht alles mit Gebäuden bebaut wird, was bebaut werden kann.

Frische Atemluft ist nur ein Aspekt, der für den Erhalt des Waldes spricht. Vielmehr ist der Gesundheitswert des Waldes in den Plänen der Kommune völlig außer Acht gelassen worden. Viele Bürger haben schon auf die Rolle als Naherholungsgebiet hingewiesen. Für Sportler, vor allem vom SV Dahlewitz, hat er in Waldläufen einen unersetzlichen Stellenwert. Ihre Fitness ist auch der Leistung des Waldes geschuldet. Daneben sorgt er auch für psychische Gesundheit der Bürger, ist allgemein für den Wald als Ruhepol und durch die Wirkung des Grüns nachgewiesen. Besonders die gegenwärtige Pandemie verdeutlicht seine Bedeutung noch einmal. Bei einer Reduktion des Waldes dürften sich die Gesundheitsprobleme der Anwohner verschärfen - Stichwort: schlechte bzw. ungefilterte Luft und Lungenkrankheiten. Daher sollte der Wald auch aus gesundheitlichen Gründen unverändert bestehen bleiben.

Moderationskommentar

Hallo Gast,

wir haben die folgende Antwort auf Ihre Fragen erhalten:

Die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow steht wie vielen anderen Städten und Kommunen vor der Herausforderung, den Auswirkungen des globalen Klimawandels (Extremwetter-Ereignisse, wie hohe Hitzebelastung, Dürre oder Starkregen) zu begegnen. Präventive Maßnahmen bzw. Strategien sind zu ergreifen, die einerseits zur Vermeidung und Verminderung des Ausstoßes der klimarelevanten Treibhausgase (Klimaschutz) und die andererseits zur Abmilderung der eingetretenen Folgen des Klimawandels (Klimaanpassung) beitragen. Klimaschutz und die kommunale Wärmewende sind demnach Querschnittsaufgaben im kommunalen Handeln.

Die Gemeinde-Blankenfelde-Mahlow verfügt seit 2017 über ein Integriertes Klimaschutzkonzept. Mit diesem verankert die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow eigene Ziele zum Schutz des Klimas und zur Realisierung der Energiewende auf kommunaler Ebene. Das Klimaschutzkonzept untersucht die Bestandssituation und benennt Potenziale sowie Handlungsempfehlungen für die Bereiche kommunale Liegenschaften, Straßenbeleuchtung, erneuerbare Energien, Nahwärmeversorgung, Wohngebäudebestand sowie Mobilität.

Im Rahmen des Konzeptes wurden zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen, zur Senkung der Betriebskosten und zur Generierung von lokalem Wirtschaftswachstum u.a. folgende Handlungsempfehlungen erarbeitet:

  • Reduzierung des Energie-und Wärmeverbrauchs in den eigenen Liegenschaften durch gezieltes Beeinflussen des Nutzerverhaltens sowie standortbezogene Sanierungsmaßnahmen,
  • energieeffiziente Erneuerung der öffentlichen Straßenbeleuchtung,
  • Einsatz / Förderung erneuerbarer Energien
  • Stärkung des Umweltverbundes (Verbesserung des ÖPNV, Förderung des Fuß-und Radverkehrs),
  • Etablierung der Ladeinfrastruktur zur Förderung der Elektromobilität,
  • zielgruppenorientierte Öffentlichkeitsarbeit und -beteiligung und
  • Begleitung und Steuerung des Umsetzungsprozesses.

Für die Gemeinde wurde ein Zielszenario in Bezug auf die Entwicklung der Pro-Kopf-CO2-Emissionen bis 2030 abgestimmt, welches, basierend auf dem Wert von 2015, eine Reduzierung der CO2-Emissionen je Einwohner von insgesamt 11% vorsieht. Dieses soll durch die Umsetzung von Maßnahmen in verschiedenen sektoralen Handlungsfeldern (Maßnahmenkatalog) erreicht werden. Vor allem in kommunalen Einrichtungen sollen CO2-Einsparungen erfolgen.

Die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow arbeitet kontinuierlich an der Umsetzung klimabezogener Maßnahmen und evaluiert jährlich deren Umsetzungsstand. Zum Maßnahmenpaket gehören u.a. die Umsetzung einer energie-und klimabewussten Bauleitplanung, die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED, die Optimierung des Energiecontrollings bei kommunalen Anlagen bzw. Einrichtungen oder die Förderung des Radverkehrs. Letzteres wird auch die gezielte Öffentlichkeitsarbeit in den Fokus gerückt. So beteiligt sich die Gemeinde an dem jährlich stattfindenden, deutschlandweiten Wettbewerb „Stadtradeln –Radeln für ein gutes Klima“ des Netzwerks Klima-Bündnis. Zudem verfügt die Gemeinde über ein sogenanntes Solarkataster, welches über das Geo-Portal der Gemeinde aufrufbar ist. Hausbesitzer und Bauherren haben hier die Möglichkeit nachzuvollziehen, welche Dachflächen sich für die Installation von Photovoltaik-Anlagen und Solarthermie eignen

Viele Grüße
Moderation JD

Vielen Dank für den Hinweis. Das integrierte Klimaschutzkonzept kannte ich noch nicht. Tatsächlich sind das viele überzeugende Ansätze zur Reduktion der kommunalen CO2-Emissionen enthalten. Leider spielt darin die ökölogische Ressource "Wald" bzw. Baumbestand zur Aufnahme von CO2 oder Stickstoff, Emission von O2 (Luftqualität), Speicherung des Oberflächenwassers, Lärmschutz (Autobahn oder Flugverkehr), Verhinderung von Bodenerosion keine Rolle. Die ökologische Leistung des Waldes bleibt ebenso unberücksichtigt im LEP2, der Bäume lediglich als "Gestaltungselement" versteht.

Ab einem Alter von mind. 20 Jahren hat ein Wald Relevanz als CO2-Speicher erreicht. Der Dahlewitzer Wald ist älter. Bei einem Zuwachs von 1 m³/ha/a (entspricht ca. 1 t CO2/ha/a) und 25 € /tCO2 (siehe Brennstoffemissionshandelsgesetz) würde der Klimaschutzwert um 25 Euro/ha/a ansteigen. Bei 2 m³/ha/a Zuwachs liegt der Wert bei 50 Euro/ha/a und bei 3 m³/ha/a Zuwachs sind es 75 Euro/ha/a. Bei ca. 90 ha hat der Dahlewitzer Wald also einen jährlichen Klimaschutzwert von mind. 2250 €. Ein Äquivalent als kostenloser CO2-Speicher gibt es nicht!

Zudem hat der Wald als Quelle frischer, kühler Luft direkte Auswirkung auf Lebensqualität im angrenzenden Dahlewitzer Wohngebiet. Den Wald wegzunehmen bzw. zu reduzieren, bringt die Verringerung der Luftqualität mit sich. Wir müssen davon ausgehen, dass es nach der "Salamitaktik" nicht bei der Umwidmung eines Teilstücks des Waldes bleibt, sondern kommende Bauprojekte weitere Waldflächen fürs Gewerbegebiet beanspruchen.

Tendenziell brauchen wir eher mehr Wald und Bäume in und um Blankenfelde, Mahlow und Dahlewitz - nicht weniger.

Meine Schwester hat mir gesagt im Rangsdorfer Rathaus liegen Pläne für eine neue Strasse und Autobahnbrücke? Ich finde dazu nichts.

Das Gewerbegebiet in Dahlewitz sollte sich auf das Thema Luft- und Raumfahrt konzentrieren. Die Nähe zum Flughafen und ansässige Firmen bilden dazu den Grundstein. Riesige Lager nehmen nur unnötig Platz weg und bringen der Gemeinde nicht viel.

Durch die nunmehr vorgesehene Errichtung eines S-Bahn-Haltepunktes in Dahlewitz Süd werden hervorragende Bedingungen für die Erhöhung der Attraktivität des Industrie- und Gewerbegebietes Dahlewitz Eschenweg einschließlich Hotel Van der Valk geschaffen.
Für die Anbindung dieses S-Bahnhofes sollte aber als oberster Maßstab die Dachmarkenstrategie „Groß Grün“ gelten. Das bedeutet: keine Erweiterung des Geltungsbereiches des B-Planes „Industrie- und Gewerbegebiet Dahlewitz Eschenweg“ und kein neuer B-Plan für Gewerbeansiedlung im Bereich der neu zu schaffenden Anschlußstraße. Die notwendige Abholzung des vorhandenen Waldes sollte auf ein vertretbares Minimum in Verbindung mit einer stadtwaldähnlichen Entwicklung eines neu zu schaffenden Mischwaldes in der Umgebung der Straßenzuführung reduziert werden. Am S-Bahnhaltepunkt sind nur wenige Kurzzeitparkplätze und eine Bushaltestelle vorzusehen.
Bernd Habermann

Die Anbindung S-Bahn oder Regionalbahn ( fährt ab 2025 3x pro Stunde auf 3 Linien nach Berlin ) soll und kann als Geh- und Radweg = Rettungsweg ausgeführt werden.Wer nicht mit Rad oder zu Fuß in das Gewerbegebiet will soll in Dahlewitz Bhf Str. aussteigen und mit dem Bus fahren, das sichert den ÖPNV von Dahlewitz und Groß Kienitz.

Wir fordern keine Erweiterung von Gewerbeflächen hinein in bestehende Waldgebiete .Die Gemeinde
will doch "Groß Grün " sein. Die ca. 90 ha Wald im bereich Bahnkorridor und Gewerbeareal am Eschenweg müssen für die Erhaltung der Wohnqualität in Dahlewitz unbedingt erhalten bleiben .
Die geplante Anbindung der S-Bahn an das Gewerbegebiet sollte bei genauer Prüfung durch minimale Waldnutzung (Geh- und Radwege ) erfolgen.
Die Erweiterung von Gewerbeflächen würde auch mehr Verkehr durch den Ort bedeuten.
Schon jetzt sind Umleitungen durch Stau auf der Autobahn in Dahlewitz nicht zu verkraften .

Wir sind Anwohner in Dahlewitz, Breitscheidstraße. Hier lässt sich anhand der Bahntaktung Dahlewitz sehr gut feststellen, dass die Regionalbahn durch Arbeitnehmer des Gewerbegebietes (mit Fahrrad) sehr intensiv genutzt wird und das ist auch völlig in Ordnung.

Wenn aber künftig der letzte Regionalbahn-Halt in Blankenfelde ist und der nächste erst wieder in Rangsdorf, Dahlewitz und Dahlewitz-Rolls-Royce hingegen lediglich als S-Bahn-Halt fungieren, ist weder diesen Arbeitnehmern vom Gewerbegebiet noch den Dahlewitzern damit geholfen. Mindestens Dahlewitz sollte dann sowohl als S-Bahn- als auch als Regio-Halt konzipiert sein. Aber genau genommen ergibt sich dafür überhaupt keine Notwendigkeit. Die aktuellen Haltepunkte und Taktungen sind völlig ausreichend. Umweltschaden, Kosten und Nutzen stehen in überhaupt keiner Relation.

Hinzu kommt, dass sich die Pandemie nicht nur auf unsere gemeinsame Zukunft, sondern insbesondere auf das Reisegewerbe und auf alle damit in Verbindung stehenden Sparten (somit auch Rolls-Royce) gravierend auswirken wird. Inwieweit Reisen wieder möglich werden, sich Privatpersonen diese leisten können, entsprechende Gewerbe dafür noch zur Verfügung stehen usw. ist überhaupt nicht mehr absehbar. Rolls-Royce hat bereits hoch qualifiziertes Personal entlassen müssen und weitere Entlassungen angekündigt. Wann und wie sich die Pandemie bedingten Lücken wieder schließen lassen, kann kein Mensch zuverlässig vorhersagen.

Da erscheint es wesentlich sinnvoller, das VTF-Linien-Netz auszubauen und zwar auch für die Wochenenden; anpassungsfähiger und kostengünstiger ist es auf jeden Fall, schafft außerdem Dauerarbeitsplätze.

Wer in diesen Tagen in der Dahlewitzer Heide spazieren geht,spürt besonders wie wichtig und wertvoll dieser Naherholungsraum für alle Bürger der Großgemeinde ist.Wir brauchen diesen Wald dringend als Ausgleich für die Belastung des Großflughafens BER!!! Eine Erweiterung des Gewerbegebietes zu Lasten des Waldes ist ein riesen Fehler.Der Wald ist das letzte größere Waldgebiet der Gemeinde!!! Eine Erweiterung des Gewerbegebietes sollte nur im gesunden Maß und wenn durch Nutzung von Feldern erfolgen.

Das Gewerbegebiet Dahlewitz ist in der jüngsten Vergangenheit bereits stark expandiert (Lagerhallen etc.?).
Was haben Lagerhallen mit einem angeblich geplanten Ausbildungsstandort zu tun?
Zudem grenzt unmittelbar an das bestehende Gewerbegebiet eine rund 90ha wertvolle Waldfläche, die unbedingt zu erhalten ist. Sie wird nicht nur als Naherholungsraum in der Großgemeinde (Stichtwort: Grüne Gemeinde!!) genutzt, sondern gehörte bis vor kurzem zum Landschaftsschutzgebiet!
Hier leben Tiere und Pflanzen, produzieren Bäume wertvollen Sauerstoff und ziehen CO2 aus der gebeutelten Großstadtrandlagen-Luft. Der Flughafen in unmittelbarer Nähe, die Autobahn direkt angrenzend und der bereits bestehende Verkehr aus und in das Gewerbegebiet belasten die Umwelt in Blankenfelde-Mahlow außerordentlich.
Umso wichtiger ist nun, den Wald als Ausgleich für die vielen Umweltbelastungen dauerhaft zu sichern und vor den fadenscheinigen Plänen der Gemeinde, die sich als Grüne Gemeinde öffentlich bewirbt und positioniert, zu schützen!
Nach außen verkauft die Gemeinde Grünes Wohnen und Leben in Blankenfelde-Mahlow, nach innen gilt aber rein der Grundsatz so viel wie möglich Gewerbe anzusiedeln. Dafür soll der Wald in Dahlewitz geopfert werden, das lassen wir Bürger nicht zu!

Wir wollen eine grüne Großgemeinde sein und bleiben. Dabei ist der Erhalt des Waldes zwischen Autobahn und Bahnhofschlag unbedingt erforderlich!
Der Wald wird nicht nur von Einwohnern als Naherholungsgebiet genutzt, sondern auch von den Beschäftigten von Rolls-Royce und anderen Gewerbeanliegern.
Er liefert saubere Luft, frisches Grün und schöne Spazierwege für die Pausenerholung der Mitarbeiter des Gewerbegebiets.
Der Wald wird auch von der Reiterstaffel der Berliner Polizei und dem anliegenden Reiterhof genutzt.
Auch die vielzähligen Sportvereine von Blau-Weiß Dahlewitz nutzen den Wald regelmäßig! Dass der Wald der wichtigste Lärmschutz gegenüber der Autobahn ist, wird komplett außer Acht gelassen. Alle Anwohner in Dahlewitz profitieren vom Lärmschutz durch den Wald!

Gegen einen weiteren Ausbau des Dahlewitzer Gewerbegebietes, bezugnehmend auf die jetzigen Agrarflächen parallel zur B96, werden wahrscheinlich die wenigsten Bürger der Gemeinde Einwände haben. Diese liegen außerhalb von Wohngebieten.
Andernfalls ist einer gewerbliche Nutzung des Bahnhofsschlages, wie in einem anderen Forum von der Gemeinde befürwortet, entgegenzuwirken.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Anwohner von Mahlow-Nord in Ihrem nahen Umfeld eine Ansiedlung von Gewerbebetrieben dulden bzw. sogar befürworten würden.
Vielleicht kann auch (meine persönliche Spinnerei) in Anlehnung der „Bimmelbahnen in Ostseebädern“ vom Dahlewitzer Regionalbahnhof parallel zur Bahnstrecke eine Anbindung ins Gewerbegebiet Eschenweg realisiert werden.
Diese könnte durch autonomes Fahren den innovativen Charakter des Gewerbegebietes weiter herauskristallisieren. Für solch ein Vorhaben, welches mit Sicherheit eine Vorbildwirkung für den Standtort als solches haben kann, könnten die davon profitierenden Firmen ( u.a. Rolls Royce, Van der Falk ) mit ins Boot gezogen werden, eventuell durch Beteiligung beim Bau oder der späteren Unterhaltung der Anlage.
Die dazu benötigte Fläche (selbst mit gleichzeitigem Fuß-bzw. Fahrradweg) würde mit Sicherheit nicht die Größenordnung der geplanten S-Bahn Anbindung annehmen. Beispielsweise könnten durch überlegte Streckenführung die sonst auch notwendigen Parkplätze entfallen.
Damit würde allen Beteiligten genüge getan werden.
Weiteres Expandieren, womöglich noch durch Vernichtung des angrenzenden Waldes, sollte Einhalt geboten werden.
So würde auch den Dahlewitzern der mehrheitlich favorisierte Regionalbahnhof erhalten bleiben.

"Klimabewusste Gemeinde mit prägenden Landschaftsräumen!"
(Zitat aus der Insek PowerPoint Datei der "Groß-Grünen" Gemeinde Mahlow-Blankenfelde )

Wow, und dann 90 Hektar Wald abholzen sowie 60 Hektar Ackerland versiegeln wollen (Mahlow Nord)!
Ist das ihre Auffassung von "Stärkung der lokalen Wertschöpfungen durch Maßnahmen der Klimaanpassung"?
Hier geht es doch ausschliesslich um wirtschaftliche Interessen!

Ernstgemeinte Bürgerbeteiligung finde ich prima,
aber dieses ganze Insek Marketing-BlaBla mit einer Umfrage, welche gerade mal 4 Wochen lang Online gestellt wird, scheint mir doch eher Opium fürs Volk zu sein!
MfG Ein Mahlower

Die Unwägbarkeiten einer langfristigen Planung werden in den heutigen Zeiten einer unbestimmten,
zukünftigen Entwicklung des Flugverkehrs nicht kleiner.
Wer kann sagen, wie sich z.B. derBau von Fluzeugturbinen in Zukunft gestalten wird (mehr - weniger - gleich bleibende Anzahl ?).
Wie wird es weitergehen?
Welche Infrastruktur wird benötigt werden?
Und die deutsche Bahn hat auch noch eigene Vorstellungen ( hofft man ).
Erarbeitete Pläne müssen um so mehr flexibler sein, sich den gegebenen Veränderungen jederzeit anpassen lassen ( verschiedene Varianten kann man vordenken ).
Wenn man Bedarfe abschätzen kann, gilt es Lösungen für Flächennutzungen, Verkehrskonzepte usw. kurzfristig anzupassen.
In der Beschleunigung in der Detailplanung/Ausführung liegen die Reserven.
Vorab "Tatsachen schaffen" , wie beispielsweise Waldabholzungen sind grundsätzlich abzulehnen, und
auch ökologischen Gründen sowie so.
Wir haben glücklicher Weise Bürger mit Expertise und Sachverstand, die wollen gehört werden und unterstützen gern.

R & R Gerlach

Nachdem nun die Möglichkeit der Beteiligung am Online-Dialog fast abgelaufen ist, muß man mal nüchtern die Fakten auf den Tisch bringen. Die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow hat knapp 29.000 Einwohner (Stand Dez. 2020). Dennoch haben es im Online-Dialog bis heute gerade mal 220 Kommentare geschafft. Böse Zungen könnten behaupten, die Bürger sind nicht an einer aktiven Mitsprache bei zukünftigen Vorhaben in der Gemeinde interessiert. Ich sage, aufgrund der Tatsache, daß unter dem Vorwand der Corona Pandemie lediglich eine Online-Diskussion ermöglicht wurde, hat man vielen gerade älteren Bürgern, die nicht ans Internet angeschlossen sind, die Möglichkeit genommen sich zu den geplanten Vorhaben zu äußern. Ich erwarte von der Gemeindevertretung, daß auch diesen Bürgern die Chance gegeben wird, sich aktiv daran beteiligen zu können. Ich bin davon überzeugt, daß viele Bürger überhaupt nicht wußten, daß es diese Online-Diskussion gab. Transparenz sieht für mich anders aus.
Was geschieht denn nun abschließend mit allen Kommentaren, die hier eingestellt wurden? Haben diese denn überhaupt irgend eine Wirkung auf die geplanten Maßnahmen? Für mich liest sich das alles als schon beschlossene Sache, ungeachtet dessen was die Bürger sich für Ihre Gemeinde wünschen. Indem man den Bürgern mit einer Online-Diskussion vorgaukelt Mitspracherecht in solchen Entscheidungen zu haben, gewinnt man keine zufriedenen Wählerstimmen.

Offensichtlich wollen sich einige Leute aus der Verwaltung und von den Abgeordneten einfach nur profilieren. Soll doch Herr Bürgermeister öffentlich erklären, welche der 124 Gedanken aus der Umfrage aus 2020 in den jetzt vorgelegten Entwurf Eingang gefunden haben. Nein, gibt es nicht. Vielleicht können die Entscheider sich einmal Gedanken machen, weshalb sich nur wenige Menschen an den beiden Umfragen bis jetzt geteiligt haben. Es gibt ,zumindest für die Dahlewitzer eine einfache Antwort, es wird sowieso an ihnen vorbei regiert. Eine solch geringe Beteiligung kann nie als ein erfolgreiches Votum der BürgerInnen hoch jubelnd (Gemeindejournale) dargestellt werden. Die Begriffe Großgrün und klimafreundliche Gemeinde sind mit dem INSEK nicht vereinbar. Genau das haben die Menschen in der Gemeinde Blankenfelde, Dahlewitz, Großkienitz, Jühnsdorf und Mahlow erkannt.
Hände weg vom Wald!
Der Radweg vom Gewerbegebiet in Richtung Rangsdorf wird von Dahlewitz seit ...zig Jahren gefordert. Dann ist es von zwei Seiten ökologisch und ökonomisch sinnvoll erreichbar.

Setzt das INSEK bis nach der Coronapandemie aus ! Starten sie eine Umfrage, an der alle Leute teilhaben können. Wozu haben wir eine Einwohnerbeteiligungssatzung ??? Davon sollten die Ortsbeiräte oder MitbürgerInnen gebrauch machen. Dann haben wir Transparenz!

Das zweifellos meist diskutierte Planungsziel im vorliegenden Entwurf ist die Entwicklung der Gewerbegebietsflächen, und die unumkehrbare Inanspruchnahme und Zerstörung der Landschaft ohne Augenmaß und wenig Fingerspitzengefühl. Der vorgetragenen und ausnahmslos kritischen Argumentation schließen wir uns hier grundsätzlich an und erwarten eine entsprechende Berücksichtigung bei der Formulierung der Planungsziele. Leider finden alle im Vorfeld diskutierten und vorgebrachten Einwände im vorliegenden Entwurf keinerlei Berücksichtigung,
Im INSEK sollte die schon zum FNP stark kontrovers diskutierten Flächenausweisungen auf ein verträgliches Maß gesteuert werden und dem in der Vergangenheit betriebenen allzu sorglosen Verbrauch wertvoller Gewerbeflächen - durch klare Zweckbestimmung Einhalt geboten werden. Auch zur schon diskutierten zeitlichen Steuerung der Erschließung und Nutzung (Streckung) von West nach Ost –findet sich im vorliegenden Entwurf des INSEK dazu leider keine bindende Aussage. Nach dem Motto -weiter so- werden noch weitere Flächen entlang der Bahn – verbunden mit Eingriffen und Inanspruchnahme im westlich des Gewerbegebietes gelegenen Wald ausgewiesen.
Landschaftseinbindung bei Groß Kienitz und Blankenfelde wird als Ziel genannt- Warum nicht auch für Dahlewitz – unsere östliche Grenze ist die Zülowniederung und die westliche der Glasowbach-Blankenfelder See. Der ½ Naturlehrpfad geht durch Dahlewitz und wurde auch von den Dahlewitzern damals initiiert. Hinzu kommen der nördliche Bereich mit dem geschützten Biotop Liekespfuhl und dem Storchennest und der südliche Bereich mit dem Löschegraben und den Ausgleichsflächen des Eschenweges südlich der A 10. Wichtige Aufgabe für INSEK- Abgrenzung der Gewerbeflächen und Freiflächenentwicklung, insbesondere östlich der B 96! Ein verträglicher Übergang muss planerisch abgesichert werden, sowohl bzgl. Landschaftseinbindung als auch (besonders wichtig) ein Wassermanagement. Denn die angrenzenden Landschaftsräume sind wassergeprägt und abhängig. Selbst kleinere Eingriffe haben in diesen sensiblen Bereichen massive Veränderungen zur Folge. Bis hin zum totalen Verlust der Funktion. Die Gemarkung Dahlewitz ist eingerahmt von diesen wasserabhängigen mit einander verbundenen Biotopen.
Die Dahlewitzer Waldflächen gehören zur größten zusammenhängenden Waldfläche der Gemeinde! Waldflächen und Freiflächenstrukturen (einschließlich Landwirtschaftliche Flächen) sind wichtig für die Naherholung, den Sport und als Abgrenzung zu Gewerbeflächen, A 10 und ausgebauter B 96!
Vollständig ausgeblendet bleibt im Rahmen des INSEK das schon bei der FNP Entwicklung angekündigte Flächenmanagement für Ausgleichsflächen, die ja nachweislich für die umfangreiche Plangebietsentwicklungen benötigt werden. Auch die Flächenplanung der Einzelbaumnachpflanzungen, die für und in der Gemeinde gesichert werden müssen. Dieser notwendige Ausgleich muss bereits im Rahmen des INSEK eingriffsnah durch Flächenvorhaltung für die besonders betonte „grüne“ Gemeindeentwicklung genutzt werden.
Dazu zählen auch das schon lange in Ansätzen diskutierte Gesamtverkehrskonzept für die Gemeinde. Die festgestellten erheblichen Defizite insbesondere in den seit den 90-er Jahren entstandenen Gemeindeteilen – welche Antwort gibt das INSEK dazu?
Im ersten Workshop wurde hierzu viel Wichtiges festgehalten – wo ist das im INSEK bisher eingeflossen? Warum wurde dies teilweise verworfen? In den Zieldefinitionen und Handlungsschwerpunkten ist dazu wenig zu finden bzw. sogar kontraproduktive Handlungsschwerpunkte definiert z.B. Blankenfelde Bahnhofsumfeld.
Verein Historisches Dorf Dahlewitz e.V.

Eine Erweiterung des Gewerbegebietes in der Dahlewitzer Heide wird abgelehnt. Über 950 Bürger hatten es abgelehnt das Gebiet zwischen A10, Dresdner Bahn und Bahnhofschlag aus dem Freiraumverbund zu entnehmen, weil eine Umnutzung des Waldes als Gewerbegebiet abgelehnt wurde. Jetzt soll ein nur eine Teilfläche ca. 20 ha als Gewerbepotenzialfläche ausgewiesen werden. So etwas nennt man „Salamitaktik“. Die Erschließung eines Bahnhaltes soll minimal (Geh- und Radweg, auch als Rettungsweg nutzbar) gestaltet werden und keinen Anreiz für Umnutzung des Waldes bieten. Die Waldfläche darf nicht zu Generierung von Fahrgastzahlen für die S-Bahn missbraucht werden.
Auch offenbart sie hier ein Mangel des gesamten INSEK Verfahren. Verkehre aller Art werden nicht betrachtet. Der ÖPNV wurde nicht thematisiert. In der Diskussion offenbart sich das es eine Mehrzahl von Bürgern gibt die einen Regionalbahnhalt in Dahlewitz nicht gegen einen S-Bahnhalt tauschen wollen.

Obwohl von offizieller Seite bestritten, wird in dem INSEK-Entwurf der Ortsteil Dahlewitz noch immer vorrangig als Gewerbestandort gesehen, frei nach dem Motto: Dort werden wesentliche Teile der Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinde erwirtschaftet, die dann gut auf andere Ortsteile umberteilt werden können. Leider wird aber eine angemessene Gesamtentwickulung des Ortsteils nicht betrieben, die Stichworte Radwege, innerörtlicher Einzelhandel, Instanfhaltung des Naturlehrpfads sollen hier genügen.
Diese Sicht, die den Ortteil vor allem als zu melkende Kuh versteht, aber auch ökologische Rücksichtnahmen vermissen lässt (in genannter "Salami-Taktik" Reduzierung der großen Waldfläche, die an Gewerbegebiete angrenzt), genügt einerseits nicht dem Anspruch, ein INTEGRIERTes Konzept zu sein und verletzt andererseits den mit der Dachmarke "Groß-Grün" postulierten Anspruch und darüberhinaus das Leitbild der Gemeinde.
Das sollten die Mitglieder der Gemeindvertretung bedenken (gerade auch diejenigen, die in anderen Ortsteilen wohnen) und ihrer Verantwortung für ALLE Ortsteile gerecht werden.
Viel ist bereits gesagt worden, wenn auch nur von relativ Wenigen; daher ist noch einmal nachdrücklich auf das Votum von knapp Tausend Bürgerinnen und Bürgern vor einigen Jahren hinzuweisen: Wer immer von bürgernaher Politik redet, sollte dies auch in der Praxis wirksam werden lassen! Daher ist die meines Erachtens die Bürgerbeteiligung deutlich besser zu organisieren und breiter zu ermöglichen als mit diesem vierwöchigen Online-Portal.
Wie wäre es mit einer Art Briefabstimmung zu konreten Punkten des INSEK für alle Wahlberechtigten in drei Teilen: Entwicklungen in der Großgemeinde, ortsteilspezifische Fragen und ein abschließendes Textfeld für persönliche Anmerkungen. Das Ergebnis könnte dann Orientierung für die Gemindevertreterinnen und -vertreter sein.
(Die Fragen müßten selbstverständlich offen formuliert und dürften nicht suggestiv sein.) Das sollte einer finanziell gut aufgestellten Gemeinde doch wohl möglich sein, insbesondere wenn es um die Selbstbindung für mehr als zehn Jahre gehen soll!
Allgemeiner ist festzustellen: Der jetzige INSEK-Stand verdient das Attribut "intgriert" nicht.
Es wird konzentriert auf wenige infrastrukturelle Schwerpunkte und würdigt andere Aspekte der Gemeindeentwicklung kaum oder lässt sie gänzlich außer acht.